Transporträder

Der ADFC Rostock e.V. agiert als verkehrspolitischer Verband. Er fördert das Radfahren aus vielen Gründen. Spaß, Gesundheit, Sicherheit und nicht zuletzt der umweltfreundliche Charakter des Fahrrades motiviert die Menschen, die sich im Verband engagieren. In den letzten Jahrzenten haben technische Innovationen auch die Möglichkeiten der Fahrradmobilität erweitert. Neben den Elektroantrieben an Fahrrädern gehört dazu auch ein immer breiter werdendes Angebot von Transporträdern für verschiedenste Einsatzzwecke.  

Wir vertreten eine Vision vom Verkehr, in der das Fahrrad die tragende Säule der gesamten Nahmobilität ist. Dazu gehören auch Kleintransporte im Nahbereich des Wirtschafts- und Individualverkehrs. Viele Autofahrten könnten  mit einer gezielten Kombination verschiedener Verkehrsträger (Multimodalität) wie Fahrrad, Öffentlichem Personenverkehr und Car-Sharing ersetzt werden. Die Nutzung von Transportfahrrädern erweitert dieses Potential enorm. Sie leistet einen maximalen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, sie verursachen:  

  • keine bzw. sehr geringe CO2-Emissionen,
  • keine Luftschadstoffe wie Feinstaub und NOx,
  • keine Lärmbelastung,
  • weniger Flächenverbrauch
  • und sie unterstützen das Konzept lebenswerter Städte. 

Dort wo weniger Autoverkehr mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs ist, steigt die Lebensqualität. Städtische Räume ohne oder mit weniger Autos laden zum Verweilen ein, zur Kommunikation und zum Einkauf.  


Einsatzbereiche von Lasten- und Transporträdern

Lastenräder haben das Potential bis zu 50 % des Innerstädtischen Lieferkehrs zu übernehmen. Ebenso könnten über 50 % der Einkäufe der Menschen mit Lastenrädern transportiert werden (http://www.cyclelogistics.eu/).

Von den zahlreichen Einsatzmöglichkeiten seien hier nur einige genannt.  

  • gewerblich: Kurierdienste, Lieferservice (Apotheke, Pizza), Gastronomiebikes (Coffee-Bike, Eisfahrrad), Hausmeisterservice, Installationsbetriebe, Schornsteinfeger, Kinderbetreuung (Tagesmütter), Straßengehwegreinigung u.v.m.
  • privat: Kinder- und Haustiertransport, Wocheneinkauf, Besorgungen und Transporte (Garten, Baumarkt, etc.), Umzug, Reharäder für mobilitätseingeschränkte Menschen (z. B. mit Gleichgewichtsstörungen)
  • weitere: Nutzung als Werbeflächen, Personentransport (http://cyklingudenalder.dk/), Fahrdienst, als Mietfahrzeug für Gastbetriebe

Lasten- und Transportradtypen

Das Angebot an Lasten- und Transportfahrrädern ist sehr vielfältig. Je nach Einsatzzweck und Präferenzen lässt sich zwischen zwei- und dreirädrigen Modellen als Front- oder Hecklader wählen. Ein weiteres Unterscheidungskriterium stellt die maximale Zuladung dar (i. d. R. zwischen 50 und 250 kg plus Fahrer). Einen umfassenden Überblick zu den verschiedenen Typen ist auf den Seiten https://www.vcd.org/themen/radverkehr/lastenraeder/ , http://velotransport.de/ und www.nutzrad.de zu finden. 
 

Probefahrt, Vermietung und Verkauf

Direkt in Rostock besteht die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Lasten- und Transportfahrräder beraten zu lassen und aktuell 10 verschiedene Modelle probe zu fahren oder auch zu mieten. Einfach bei uns nachfragen.


Ein Beitrag zur Nachhaltigen Mobilität

Aus einer Untersuchung der TU Dortmund zum Thema „Das Lastenfahrrad als Transportmittel für städtischen Wirtschaftsverkehr“ geht hervor, dass die Effizienz und Emissionsarmut der Lastenräder zu deutlichen Erfolgen beim Klima- und Umweltschutz führt. (https://www.muenchen.ihk.de/de/standortpolitik/Anhaenge/Das-Lastenfahrrad-als-Transportmittel-fuer-staedtischen-Wirtschaftsverkehr.pdf) 

Das Transportrad bietet im Fahrbetrieb die mit Abstand effizienteste Energienutzung aller Transportfahrzeuge. Ermöglicht wird dies durch das geringe Eigengewicht der Fahrzeuge von 20 bis 60 kg und die Kombination mit Muskelkraft. Dies gilt insbesondere auch für die elektrobetriebenen Räder. Auch die Herstellung der Räder verursacht nur einen Bruchteil des CO2 Ausstoßes und Ressourcenverbrauchs, die für die Herstellung von Kraftfahrzeugen aufgewendet wird. Das Eigengewicht von 25 bis 60 Kilo im Verhältnis zum Kfz mit einem Gewicht von 500 bis weit über 1000 kg spiegelt die Relation beim Verbrauch von Ressourcen wie Metallen, Kunststoffen als Erdölprodukte aber auch seltenen Erden für die Stromspeichertechnologien wieder.

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